Feldhasenzählung im Freistaat – Die Offene Jägerschaft Sachsen e.V. unterstützt die AG Niederwild im Landesjagdverband Sachsen

 

Die Feldhasenzählung im Freistaat Sachsen startet wieder im Herbst 2020

Die Offene Jägerschaft Sachsen e.V. unterstützt mit der Bereitstellung von Suchscheinwerfern die AG Niederwild des LJVSN

Die Feldhasenzählung ist eine Monitoring-Programm des Deutschen Jagdverbandes Sachsen e.V. (DJV) zur bundesweiten Erfassung von Vorkommen, von Vorkommen, Populationsdichten und -entwicklungen von Wildtieren (WILD – „Wildtier-Informationssystem der Länder Deutschlands“). Dies Monitoring erfolgt im Ehrenamt der Revierinhaber. Eine Förderung von Kosten kann aus Mitteln der Jagdabgabe, Mitteln der Landesjagdverbände, des DJV und durch Bundesmittel erfolgen.

Die Jagd wird erst durch Zahlen transparent. Hegeentscheidungen können anhand dieses umfangreichen und langjährigen Zahlenreihen getroffen werden. Auch gilt es zunehmend Datenanfragen seitens unterschiedlicher Einrichtungen (BfN, BMEL, IZW, Universitäten, etc.) sowie der Öffentlichkeit für Fachzeitschriften und für andere mediale Veröffentlichungen zu realisieren.

„Tue Gutes und rede darüber“ lautet das Credo! Ein konsequentes Monitoring kann ebenso vor jagdpolitischen Veränderungen schützen.

Die jagdpraktische Bedeutung einer nachhaltigen Hasenzählung liegt in der gezielte Bejagung nach einem Baukataster. Der Landesjagdverband nahm in den Jahres 2001, 2003, 2011 und 2013 eine eigene Wildtiererfassung vor und beteiligte sich 2006, 2009, 2011, 2013 an den Abfragen im Rahmen des Monitoring-Programmes WILD des DJV. Eine Wiederaufnahme der Hasenzählungen erfolgt nunmehr ab 2020 in ausgewählten Referenzgebieten. Dabei soll etappenweise eine Anhebung der Anzahl an Referenzgebieten und eine regelmäßige Durchführung der Hasenzählungen ab dem Herbst 2020 und Frühjahr 2021 erfolgen.

Als Voraussetzung für die Teilnahme an den Hasenzählungen sollte ein Revier mit ausreichenden Offenlandanteil in einer Größe ab mindestens 150 ha abgeleuchtete Fläche oder der Zusammenschluss mehrerer Reviere zu einem Referenzgebiet sein. Ebenso ist eine langfristige Teilnahme sowie die Verwendung referenzierter einheitlicher Suchscheinwerfer (nach Testung durch das Institut Thünen) sollte sichergestellt werden. Wichtig ist dabei ebenso entsprechend der Geländebedingungen ein geeigneter PKW welche im Idealfall mit bis zu drei Personen (Fahrer, Ausleuchter und Protokollführer) zu besetzen wäre. Die Fahrstrecke sollte dabei so ausgewählt sein, dass die abgeleuchteten Flächen den Jagdbezirk hinsichtlich seiner Biotop- und Bodennutzungsverhältnisse gut repräsentiert wird. Auch ist die Auswahl so vornehmen, dass Befahrbarkeit der Wege zu den Zählzeiten im Frühjahr und Herbst gegeben ist. Die Zählstrecke sollte bei jeder Zählung gleich sein (Vergleichbarkeit der Ergebnisse). Die Fahrstrecke ist in eine Revierkarte einzutragen, die Zählstrecke sollte möglichst frei von Sträuchern sein und Bewuchs sein, damit eine freie Sicht gewährleistet wird. Die Festlegung der Strecke ist am Tage durchzuführen und in eine Karte einzuzeichnen. Die einzelnen Fahrstrecken erhalten Nummern Die Summe aller Fahrstrecken bildet die Zählstrecke (Ziel: ca. 20 km). Eine Durchführung der eigentlichen Zählung nach Eintritt der Dunkelheit (1 bis 2 Stunden nach Sonnenuntergang). Das Abfahren erfolgt nach den am Tag festgelegten Fahrrouten. Rechtwinklig zur Fahrtrichtung angebrachter oder gehaltener Scheinwerfer (Beifahrer) wird auf etwa 150 m eingestellt.

Es erfolgt neben der Erfassung der vorhandenen Bodennutzung der Bodenart auch der Kilometerstand (von/bis). Bei der Fahrt erfolgt nun die Erfassung und Zählung der im Scheinwerferlicht sichtbaren Hasen. Dabei können nebenher auch andere beobachtete Arten dokumentiert werden. Die Fahrgeschwindigkeit sollte max. 20 bis 25 km/h betragen. Die Fahrtstrecke sollte dabei geradlinig verlaufen und ein Ableuchten sowohl auf der Hin- als auch auf der Rückfahrt erfolgen. Dabei darf es zu keiner Überschneidung der ausgeleuchteten Flächen kommen (möglichst 400 m Abstand zwischen den Wegen). Weiterhin ist zu beachten, dass Kulturen noch genügend Sichtfreiheit gewährleisten. Im Herbst ist regelmäßig die erste Frostperiode wegen der Zwischenfrucht und Raps abzuwarten. Eine Wiederholungszählung sollte innerhalb von zwei Wochen. Nicht gezählt werden solle bei extremen Witterungs-bedingungen, starken Sichteinschränkungen wie Dunst, Nebel, starker Regenfall, Schneefall und Sturm. Ebenso ist eine Zählung bei hellem Mondlicht zu vermeiden.

Nach einer jeden Zählung sind die vorgegebenen statistischen Protokollbögen auszufüllen und der Arbeitsgemeinschaft „Niederwild“ im LJVSN zu übergeben.

Die Feldhasenzählung ist also eine anspruchsvolle und zeitaufwendige ehrenamtlich Tätigkeit die einer besonderen Unterstützung bedarf, so die Einschätzung der Mitglieder der Offenen Jägerschaft Sachsen e.V. . Daher werden Mitglieder unserer Jägervereinigung aktiv an der Hasenzählung und an der Bewältigung der Arbeitsaufgaben (Organisation der digitalen Arbeitsplattform https://ojsforum.ojs-sachsen.de ) der Arbeitsgemeinschaft „Niederwild“ im Landesjagdverband Sachsen e.V. mitarbeiten.

Leider waren die in der Vergangenheit angeschafften Suchscheinwerfer abhanden gekommen. Einen erneuten Förderantrag zur erneuten Anschaffung aus Mitteln der Jagdabgabe war vermutlich vakant, zudem drängte die Zeit, denn das Projekt muss anlaufen. Auch sahen wir, dass der Niederwildobmann des LJVSN, der ROJ Andree Friedrich mit seinem engagierten und unermüdlichen Einsatz zur Hege des Niederwildes ebenfalls nicht mit der Hasenzählung allein gelassen werden sollte.

Daher entschloss sich die Offene Jägerschaft Sachsen e.V. mit seinen Sponsoren www.hege-jagd.de dieses Projekt mit einer jährlichen Bereitstellung von Suchscheinwerfern zu unterstützen.

Am 10. Oktober 2020 übergab der Schatzmeister der Offenen Jägerschaft Sachsen e.V. dem Revieroberjäger (ROJ) der Arbeitsgemeinschaft Niederwild im Landesjagdverband sachsen e.V. für die Zählung Herbst 2020 / Frühjahr 2021
10 Suchscheinwerfer zu Nutzung..

Ein wichtiger Beitrag unseres Vereinses für die Erhaltung des niederwildes im Freistaat Sachsen.

Carsten Hofmann
Schatzmeister
Offene Jägerschaft Sachsen e.V.

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