Natürliche Wilddichten – natürliche Waldgesellschaften

Der Hirschflüsterer“ Thomas Tscherne ist weit über die Grenzen des im Salzburger Land gelegenen Gasteiner- und Angertals bekannt. Dort wirkt er als Hotelier und Förster in Bad Hofgastein. Schon mit acht Jahren wollte er Förster werden und konnte sich bereits damals für den Wald und die Tiere begeistern.
Die Verbundenheit mit der Heimat brachte ihn wieder nach Österreich zurück. 1996 pachtete er das Jagdgebiet im Angertal und errichtete zwei Futterscheunen, um dem Wild, das seit den 50er-Jahren dort mit Futter versorgt wurde, ein Überleben auch in strengen Wintern zu gewährleisten.
Durch konsequentes und berechenbares Verhalten konnte er über die Jahre das Vertrauen des dort heimischen Rotwilds gewinnen. Im Winter fressen ihm so manche Tiere völlig angstfrei förmlich aus der Hand, was Thomas Tscherne schließlich den Titel „Hirschflüsterer“ einbrachte.
Neider ließen natürlich nicht lange auf sich warten und so wollten Kollegen der Österreichischen Bundesforsten mit fadenscheinigen Argumenten die Winterfütterung auflösen lassen. Was aus dem Rotwild dann werden soll, scheint ihnen gelichgültig zu sein.
Thomas Tscherne ist „Überzeugungstäter“ im Sinn des Rotwilds und lässt sich nicht kleinkriegen. Gerichtlichen Erfolg hatten die Bundesforsten bisher nicht. Eindrucksvoll zeigt Thomas Tscherne im Vortrag, dass ausreichende Wilddichten und komfortable Waldgesellschaften sehr wohl zusammengehen, wenn die Wildbewirtschaftung artgerecht und mit Augenmaß betrieben wird. Kontraproduktiv sind die von der Ökoseite geforderten ständigen Erhöhungen der Abschusszahlen sowohl in Österreich als auch in Bayern.

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