Update 31.03.2020 – Jagen in Zeiten des Coronavirus / Bescheinigung Jagdausübung

Bescheinigung zur Jagdausübung

Update des SMS

24-9156-15/14

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Teilnehmer des Jour fixes hatte ich am letzten Mittwoch über die letzten Entwicklungen zu ASP informiert. Leider gibt es schon wieder eine neue Entwicklung. Am Freitag meldete Polen einen weiteren ASP Wildschweinfund, der nunmehr nur noch ca. 10.5 km von der Grenze zu Sachsen und auch zu Brandenburg entfernt ist.
Darüber hinaus hatte ich informiert zu Ausübung der Jagd im Lichte der Ausgangsbeschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie. Aufgrund verschiedener Nachfrage haben wir die Corona- Homepage nochmals aktualisiert. Eine weitere Aktualisierung für die Homepage ergab sich heute, so dass der aktuelle Stand wie folgt aussieht. Die gelbe Markierung betrifft die heutige Aktualisierung, Sie können die Gelmarkierung also entfernen, wenn Sie ihre Mitglieder informieren

Die Einzeljagd ist ein »triftiger Grund«, vorausgesetzt, dass sie die Bedingungen des allgemeinen Kontaktverbotes einhält, also sie von Anfang bis Ende ausschließlich allein oder in Begleitung Lebenspartner/Angehörige des eigenen Hausstandes und ohne jede sonstige Gruppenbildung ausgeübt wird.

Dies gilt für den Jagdbezirk in Sachsen, in dem die Einzeljagd befugt ausübt wird.

Auch die erforderlichen Aktivitäten zum Zweck der Beprobung von Fall- und Unfallwild ist zugelassen. Auch hier gelten die vorgenannten Bedingungen, also unter Einhaltung der Bedingungen des allgemeinen Kontaktverbotes. Nähere Informationen finden Sie auch auf den Seiten des Landwirtschaftsministeriums: https://www.wald.sachsen.de/jagd-im-freistaat-sachsen-4438.html

Die Durchführung von Gesellschaftsjagden, die Durchführung von Versammlungen Jägerstammtische, gemeinsame Anfahrten (außer mit dem Lebenspartner/Angehörigen des eigenen Hausstands) sind nicht zulässig
Zulässig sind zudem die Nachsuche im Rahmen der Jagdausübung, die Ausübung der Jagdaufsicht, die Direktvermarktung von Wildbret, das Beschickung von Salzlecken und Kirrungen, die individuelle Ausbildung von Jagdgebrauchshunden (keine Gruppenausbildung) sowie der Bau und Reparatur von Reviereinrichtungen und der Anbau von Wildäckern, Hecken und Blühflächen , soweit die Bedingungen des allgemeinen Kontaktverbotes eingehalten werden, also in Begleitung von Lebenspartner/Angehörigen des eigenen Hausstandes und ohne jede sonstige Gruppenbildung erfolgen. Mit der Nachsuche kann erforderlichenfalls auch ein Dritter beauftragt werden, der die Nachsuche im Auftrag des Jagdausübungsberechtigten selbstständig durchführt.

Mit freundlichen Grüßen
Sabine Christochowitz

Dr. Sabine Christochowitz
Referatsleiterin


Sehr geehrte Damen und Herren,

Grundsätzlich würde aus unserer Sicht ausreichend sein, wenn sich der kontrollierte Jäger in der Kontrollsituation mit seinem Jagdausweis legitimiert und mitteilt, dass er sich auf dem Weg zur Jagd befindet (dies wird auch durch mitgeführte Jagdausrüstung weiter plausibilisierbar sein). Selbst bei einem abgelaufenen Jagdschein (Saisonwechsel ist der 1.4. – also werden einige Jagdverwaltungen krisenbedingt den Jagdschein nicht rechtzeitig verlängern können), dürfte der alte Jagdschein als Legitimierung ausreichend sein.

Über diese Sonderproblematik hinaus möchte ich im Übrigen darauf hinweisen, dass in der Regel kein „Passierschein“ erforderlich sein dürfte. Die Allgemeinverfügung vom 22.03.2020 erfordert dies nicht, es ist ausreichend, wenn der triftige Grund glaubhaft gemacht wird. Die aktuelle Situation wird man nur sachbezogen, ohne Bürokratie und mit gesunden Menschenverstand bewältigen können. Auch die Ordnungsbehörden werden situationsangemessen handeln. Diese Information hat das Bundesinnenministerium bestätigt.

Für den Personenkreis, der sich mit einer schriftlichen Bestätigung wohler fühlt, habe ich ein entsprechendes Muster beigelegt. Das kann vom Arbeitgeber ausgefüllt werden und zu Vereinfachungen der Kontrollpraxis führen.

Zusammenfassend: erforderlich ist ein solches Formular jedoch nicht.

Mit freundlichen Grüßen
Sabine Christochowitz

Dr. Sabine Christochowitz
Referatsleiterin

SÄCHSISCHES STAATSMINISTERIUM FÜR SOZIALES UND GESELLSCHAFTLICHEN ZUSAMMENHALT
SAXON STATE MINISTRY FOR SOCIAL AFFAIRS AND COHESION
Referat 24 | Allgemeine Angelegenheiten des Veterinärwesens,
Tierseuchenbekämpfung, Tierschutz

Liebe Mitglieder und Weidgenossen*innen,

da immer wieder die Frage aufkommt, ob ich nun jagen gehen darf und ob ich dafür eine Erlaubnis bzw. Passierschein benötige, möchte ich meine persönliche Meinung dazu preisgeben. Ich denke gemäß der Antwort des SMS wird es ausreichen, meinen Jagdschein, welchen ich so oder so zur Jagdausübung bei mir tragen muss, vorweisen zu können. Mit der Begründung der Fahrt ins Revier und Jagdschein mit Eintragung der Pacht oder Begehungsschein sollte dies nicht zu einer Abweisung der Fahrt und zu einer Straftat oder Ordnungswidrigkeit führen. Es wird ganz klar geäußert, dass die Einzeljagd unter Einhaltung bestimmter Bedingungen einen triftigen Grund darstellt und damit zu gewähren ist. Wir als Jagdverein oder auch der LJVSN können euch meiner Meinung nach nur eine Bestätigung der Mitgliedschaft ausstellen. Einen sogenannten Passierschein, bzw. eine Überprüfung, ob euer Jagdschein gültig ist, ob ihr einen gültigen Begehungsschein habt oder ob ihr zu einer Jagd müsst und so weiter können wir nicht bescheinigen. Wir sind keine Behörde welche die Echtheit oder Gültigkeit nachweisen kann. Dazu müssten wir alle eure Unterlagen im Original vorliegen haben.

Viel besser und vermutlich einfacher ist es wohl, das Schreiben des SMS zu kopieren und mitzunehmen.

Bei weiteren Fragen stehe ich und der Vorstand gern zur Verfügung.
Am einfachsten bitte per Mail an kontakt@ojs-sachsen.de

Nun denn, allen ein Weidmannsheil

Sven Häber
1. Vorsitzender


Gestern wurde die Allgemeinverfügung zur Ausgangsbeschränkung des Staatsministeriums Sachsen in Kraft gesetzt. Daraufhin erfolgte die Anfrage an das SMS, ob dieser Sachverhalt auch die Jagdausübung betrifft.

Das SMS antwortete in einer E-Mail wie folgt:

24-9156-15/14
Sehr geehrter Damen und Herren,
zu der beigefügten Allgemeinverfügung des SMS vom 22. März 2020, Az.15-5422/10 zu den Ausgangsbeschränkungen anlässlich der Corona-Pandemie gingen die ersten Fragen ein, ob die Jagdausübung im Freistaat Sachen in Form der Einzeljagd und oder Zweck der Beprobung von Fall- und Unfallwild als „triftiger Grund“ im Sinne der Ziffer 1 der Allgemeinverfügung des SMS vom 22. März 2020, Az.15-5422/10 anerkannt werden kann.

Diese beiden Fragen möchte ich wie folgt beantworten:

Die Einzeljagd ist ein „triftiger Grund“ im Sinne der Allgemeinverfügung vom 22. März 2020 zu den Ausgangsbeschränkungen anlässlich der Corona-Pandemie, vorausgesetzt, dass sie die Bedingungen des allgemeinen Kontaktverbotes einhält, also sie von Anfang bis Ende ausschließlich allein oder in Begleitung Lebenspartner/Angehörige des eigenen Hausstandes und ohne jede sonstige Gruppenbildung ausgeübt wird.

Auch die erforderlichen  Aktivitäten zum Zweck der Beprobung von Fall- und Unfallwild ist zugelassen. Auch hier gelten die vorgenannten Bedingungen, also unter Einhaltung der Bedingungen des allgemeinen Kontaktverbotes.

Ich bitte Sie, diese Information über die ggf. bei Ihnen vorhandenen Verteiler zu streuen, damit wir möglichst viele Jagdausübungsberechtigte erreichen. Vielen Dank dafür und bleiben Sie gesund!

Mit freundlichen Grüßen
Sabine Christochowitz

Dr. Sabine Christochowitz
Referatsleiterin

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